{"id":652,"date":"2018-09-25T14:10:51","date_gmt":"2018-09-25T12:10:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nnop.hu\/?page_id=652"},"modified":"2018-09-25T14:25:31","modified_gmt":"2018-09-25T12:25:31","slug":"nemetek-magyarorszagon-torteneti-attekintes","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.nnop.hu\/de\/nemetek-magyarorszagon-torteneti-attekintes\/","title":{"rendered":"Kurzer \u00dcberblick der Geschichte der Ungarndeutschen"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">(Viktor P\u00f3csik \u2013 J\u00f3zsef Brauer-Benke<br \/>\nUngarndeutsche in Pesterzs\u00e9bet 2006, Budapest)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit gr\u00f6\u00dfter Wahrscheinlichkeit lebten schon vor der ungarischen Landnahme germanische Volkssplitter im Karpathenbecken, diese spielten aber weder in der Entstehung des Deutschtums in der Arpadenzeit, noch in der des neuzeitlichen Deutschtums. Auf dem Gebiet des heutigen Ungarn leben Deutsche, die w\u00e4hrend des Mittelalters ansiedelten, nur im geringen Anteil. Nur das Deutschtum in Westungarn und die Einwohner der ehemaligen Bergstadt Nagyb\u00f6rzs\u00f6ny\/Deutschpilsen geh\u00f6ren zu dieser Gruppe. Der Gro\u00dfteil der heutigen Deutschen fand nach der T\u00fcrkenzeit eine neue Heimat in Ungarn. 1689 erschien das k\u00f6nigliche Ansiedlungspatent, es wurde die Neoacquistica Comissio, also die Neuerwerbungskomission ins Leben gerufen. Ein Ziel neben der Neubesiedlung der ver\u00f6deten Gebiete war, ein Gegengewicht von deutschen katholischen Bauern zum habsburgfeindlichen ungarischen Adel zu bilden. Die Ansiedlung hatte drei gro\u00dfe Z\u00fcge. (Die gro\u00dfen \u201eSchwabenz\u00fcge\u201d.) In der ersten Epoche zwischen 1689 und 1740 unter der Herrschaft von Karl III. (Karolingische Kolonisation) kamen deutsche Bauern nach Transdanubien in die Komitate Esztergom, Veszpr\u00e9m, Gy\u0151r, Kom\u00e1rom, Pest, Fej\u00e9r; ins Oberland in die Komitate Hont, Heves und Zempl\u00e9n; in die Tiefebene in dei Komitate B\u00e9k\u00e9s und Szatm\u00e1r und vereinzelt in die Batschka und ins Banat. In dieser ersten Epoche initiierten die Ansiedlungen Grundherren. \u2013in der zweiten Epoche zwischen 1740 und 1780 unter der Herrschaft von Maria Theresia (Theresianische Kolonisation) leitet die Ansiedlungen in erster Linie die k\u00f6nigliche Kammer. Betroffen sind deshalb die k\u00f6niglichen Besitzungen in der Batschka und im Banat. Die dritte, die letzte Epoche war unter der Herrschaft von Josef II, sie begann mit seinem Ansiedlungspatent 1782. Die Ansiedler kamen in erster Linie auf die Kameralg\u00fcter der Batschka und des Banats und in kleinerem Ma\u00dfe in die Komitate Vas, Esztergom, Pest, Somogy und Tolna. Damit beendete sich der gro\u00dfe Schwabenzug. Neuere deutsche Siedlungen entstanden aus der Binnenwanderung (Tochtersiedlungsbewegung).<\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Deutsche und \u201eschw\u00e4bische\u201d Identit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus dem ansiedlungsgeschichtlichen \u00dcberblick wird es klar, dass das ungarl\u00e4ndische Deutschtum aus mittel- und s\u00fcddeutschen Gebieten stammte. Trotz der allgemeinen Bezeichnung der neuzeitlich Angesiedelten Deutschen \u201eschw\u00e4bisch\u201d \u2013 die im ganzen Karpathenbecken verbreitet ist \u2013 wurden Kolonisten schw\u00e4bischer Abstammung geschlossen nur im Komitat Sathmar angesiedelt.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Die ersten Siedler kamen wirklich aus Schwaben und W\u00fcrttemberg durch Ulm mit Schiffen auf der Donau. Deshalb wurde ihr Stammesname in den Sprachen der V\u00f6lker des Karpathenbeckens die allgemeine Bezeichnung f\u00fcr die deutschen Kolonisten. Die Pestepidemien im 18. Jh. dezimierten aber ihre Reihen, und gr\u00f6\u00dfere Gruppen von ihnen wanderten an der Donau nach Dobrudscha und in die Ukraine aus. Aus diesem Grund ist im heutigen Ungarn nur die Bev\u00f6lkerung von Tevel\/Tewel, Zomba\/Sumba, Kisdorog\/Kleindorog und Haj\u00f3s\/Hajosch als \u201eecht schw\u00e4bisch\u201d zu betrachten. &nbsp;In der Geschichte kam es mehrmals vor, dass der Name eines kleineren Stammes oder V\u00f6lkergruppe sp\u00e4ter f\u00fcr die Bezeichnung einer ganzen Nation \u00fcbertragen wird. Die Franzosen dehnten den Stammesnamen der Alemannen f\u00fcr das ganze deutsche Volk aus, im mittelalterlichen Ungarn war die Bezeichnung aller Deutschen \u2013 au\u00dfer der Baiern \u2013 Sachse.<\/p>\n<p>Nach den Schwaben kamen in den Karpathenbecken bairische und fr\u00e4nkische Gruppen, die sich selbst als Deutsche bestimmten, weshalb sie gegen die Bezeichnung \u201eschw\u00e4bisch\u201d nicht protestierten. Sp\u00e4ter wurde \u201eschw\u00e4bisch\u201d die Selbstbezeichnung der w\u00e4hrend des gro\u00dfen Schwabenzuges im 18. Jh.-s angesiedelten Deutschen. Das Deutschtum in Westungarn und im Dorf Nagyb\u00f6rzs\u00f6ny h\u00e4lt sich nicht f\u00fcr \u201eSchwaben\u201d, weil sie vor dem gro\u00dfen Schwabenzug ansiedelten.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter kam der Bezeichnung unter den Ungarndeutschen auch ein soziales Urteil zu, wo schw\u00e4bisch mit b\u00e4urisch identisch war. Demzufolge f\u00fchlte sich die h\u00f6here Schicht, also die deutschst\u00e4mmigen Beamten, Polizisten oder dergleichen nicht mehr schw\u00e4bisch. Danach wurden sie in ungarischer Mehrheit ziemlich schnell assimiliert. Wegen des mitgebrachten Erbrechtes, wo im Gegenteil zu den Ungarn nur dem ersten Sohn Haus und Hof zukam, mussten die anderen S\u00f6hne Soldaten, Geistliche oder Beamte werden. So musste man immer mit der Madjarisierung dieser Schicht rechnen.<\/p>\n<p>Zu bemerken ist noch, dass wegen der erw\u00e4hnten Bedeutungs\u00e4nderung des Begriffs \u201eschw\u00e4bisch\u201d die Handwerker, H\u00e4ndler und Beamten der w\u00e4hrend des Schwabenzuges entstandenen St\u00e4dte sich auch nicht als \u201eSchwaben\u201d bezeichneten.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Deutschtum in Pesterzs\u00e9bet<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die im Jahre 2000 erschienene ausgezeichnete zusammenfassende Stadtmonographie <em>Pesterzs\u00e9bet t\u00f6rt\u00e9nete <\/em>(Die Geschichte von Pesterzs\u00e9bet) besch\u00e4ftigt sich mit der demografischen Angaben der Bev\u00f6lkerung, die ethnische Zusammensetzung derer wurde aber \u00fcberhaupt nicht erw\u00e4hnt.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Das vom Wendelin Hambuch herausgegebene Werk <em>Deutsche in Budapest <\/em>gibt einander in gro\u00dfen Z\u00fcgen deckende Zahlen \u00fcber die deutsche Bev\u00f6lkerung von Pesterzs\u00e9bet.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>In der Arbeit von Zolt\u00e1n F\u00f3nagy betr\u00e4gt die Zahl der Deutschen in Pesterzs\u00e9bet<\/p>\n<ul>\n<li>im Jahre 1880: 807 Personen, die 59,6% der Geamtbev\u00f6lkerung,<\/li>\n<li>im Jahre 1900: 1&nbsp;696 Personen, die 10,8 % der Geamtbev\u00f6lkerung,<\/li>\n<li>im Jahre 1930: 1&nbsp;586 Personen, die 2,6% der Gesamtbev\u00f6lkerung ist.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>In demselben Band, in der Arbeit von Johann Eppel betr\u00e4gt die Gesamtbev\u00f6lkerung von Pesterzs\u00e9bet<\/p>\n<ul>\n<li>im Jahre 1880: 1&nbsp;335 Personen, davon 610 Deutsche (45,7%),<\/li>\n<li>im Jahre 1900: 15&nbsp;735 Personen, davon 1&nbsp;696 Deutsche (10,8%),<\/li>\n<li>im Jahre 1930: 67&nbsp;907 Personen, davon 1 886 Deutsche (2,8%).<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es l\u00e4sst sich gut beobachten, dass gr\u00f6\u00dferer Unterschied nur in den Daten von 1880 zu finden sind. Als dritte Quelle nehmen wir die Daten des im Jahre 1936 in der Reihe \u201eMonographie ungarischer St\u00e4dte\u201d erschienen, von Miksa Lad\u00e1nyi herausgegebenen \u201e<em>Pesterzs\u00e9bet, Kispest und seine Umgebung\u201d <\/em>Werkes:<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Die Einwohnerszahl von Pesterzs\u00e9bet (1880 noch Erzs\u00e9betfalva genannt) betrug<\/p>\n<ul>\n<li>im Jahre 1880: 958 Personen, davon 610 Deutsche (63,7%),<\/li>\n<li>im Jahre 1900: 15&nbsp;732 Personen, davon 1&nbsp;696 Deutsche (10,8%),<\/li>\n<li>im Jahre 1930: 67 907 Personen, davon 1&nbsp;586 Deutsche (2,3%).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Daten von 1880 sind hier auch unterschiedlich. Als sicherste Daten k\u00f6nnen die von 1900, weil sie in allen drei Quellen gleich sind. <strong>In Betracht der Unterschiede<\/strong> <strong>kann auch festgestellt werden, dass laut der statistischen Daten von 1880 die ersten Ansiedler von Pesterzs\u00e9bet \u00fcberwiegend Deutsche waren.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> <\/strong>Wenn man den Anteil der Nationalit\u00e4ten in den umliegenden Ortschaften untersucht, stellt es sich heraus, dass die Bev\u00f6lkerung von Pesterzs\u00e9bet \u2013 \u00e4hnlich zu Kispest \u2013 dank der Einwanderung explosionsartig wuchs, und sich der Anteil der deutschen Urbev\u00f6lkerung verringerte.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Im Jahre 1880 war die Geamtbev\u00f6lkerung von<\/p>\n<p>Kispest 1&nbsp;688 Personen, davon Deutsche 398 (23 %)<\/p>\n<p>Pesterzs\u00e9bet 958 Personen, davon Deutsche 610 (63,7 %)<\/p>\n<p>Soroks\u00e1r 6&nbsp;583 Personen, davon Deutsche 5&nbsp;221, (79,3 %)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Jahre 1900 war die Geamtbev\u00f6lkerung von<\/p>\n<p>Kispest 15&nbsp;756 Personen, davon Deutsche 1 185 (7,5 %)<\/p>\n<p>Pesterzs\u00e9bet 15 732 Personen, davon Deutsche 1 196 (10,8 %)<\/p>\n<p>Soroks\u00e1r 8 871 Personen, davon Deutsche 7&nbsp;353 (82,9 %)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Jahre 1930 war die Geamtbev\u00f6lkerung von<\/p>\n<p>Kispest 64 512 Personen, davon Deutsche 1 355 (2,1 %)<\/p>\n<p>Pestszentl\u0151rinc 30&nbsp;611 Personen, davon Deutsche 478 (1,5 %)<\/p>\n<p>Pesterzs\u00e9bet 67&nbsp;907 Personen, davon Deutsche 1 586 (2,3 %)<\/p>\n<p>Pestszentimre 8&nbsp;192 Personen, davon Deutsche 121 (1,5 %)<\/p>\n<p>Soroks\u00e1r 14 387 Personen, davon Deutsche 8&nbsp;197 (57 %).<\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Aus den Statistiken kann man nur die Angaben der Muttersprache sehen, diese basieren sich auch auf dem eigenem Bekenntnis, wo man geboren ist, woher man kam, bleibt aber unbekannt. Dar\u00fcber beschwerte sich Imre Moln\u00e1r im Jahre 1936: \u201eWie viele die Welt in einer anderen Vorstadt, in einer umliegenden schw\u00e4bischen Siedlung oder in den ferener liegenden ungarischen D\u00f6rder erblickten, wei\u00df man nicht.\u201d<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>1869 lebten auf dem Gebiet der heutigen Pesterzs\u00e9bet 223 Personen. Weil die Vermessung der Grundst\u00fccke erst im n\u00e4chsten Jahr begann, sind die Angaben der n\u00e4chsten Volksz\u00e4hlung wesentlich relevanter. 1880 hatte Erzs\u00e9betfalva 1&nbsp;355 Einwohner. Diese Angabe bringt J\u00e1nos Eppel und Zolt\u00e1n F\u00f3nagy in ihrer zwei Artikeln im Band Deutsche in Budapest. Es gibt aber einen Unterschied: Bei Eppel betr\u00e4gt die Zahl der Einwohner deutscher Muttersprache 610 (45,7 %), bei F\u00f3nagy 807 Personen (69,6 %). Im Werk \u201ePestszenterzs\u00e9bet, Kispest \u00e9s k\u00f6rny\u00e9ke [Pesterzs\u00e9bet, Kispest und ihre Umgebung] von Miksa Lad\u00e1nyi sind ebenfalls 610 Personen deutscher Muttersprache angef\u00fchrt, die Gesamtbev\u00f6lkerung ist aber 958, der nteil der Deutschen ist deshalb 63,7 %. Aus diesem Grund ist es nicht gekl\u00e4rt, wie viele die Deutschen waren.<\/p>\n<p>1890 war die Gesamtbev\u00f6lkerung von Erzs\u00e9betfalva 4&nbsp;754 Personen.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a>Imre Moln\u00e1r behauptet, dass es damals schon dreimal so viel Ungarischsprachige, als Deutschsprachige in Erzs\u00e9betfalva wohnten.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Nach der Vereinigung von Kossuthfalva und Erzs\u00e9betfalva und deren Verselbst\u00e4ndigung von Soroks\u00e1r am Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte die erste Volksz\u00e4hlung 1900. Die Gesamtbev\u00f6lkerung betrug damals schon 15&nbsp;732 Personen, w\u00e4hrend zehn Jahre verdreifachte sich also die Bev\u00f6lkerung.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Neben den 13&nbsp;053 Ungarn (83 %) sind mit 1&nbsp;696 Personen (10,8 %) die Deutschen und mit einige Hundert Personen die Slowaken die zwei gr\u00f6\u00dften Volksgruppen fremder Muttersprache. Die anderen Nationalit\u00e4ten sind praktisch zu vernachl\u00e4ssigen (jede sind mit weniger als 20 Personen vertreten).<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Konfessionen sind die r\u00f6misch katholische Kirche mit 11&nbsp;143 Personen (70,8 %), die kalvinistische Kirche mit 2&nbsp;114 Personen (13,4 %), die israelitische Kirche mit 1&nbsp;513 Personen (9,6 %) und die evangelische Kirche mit 795 Personen (5 %).<\/p>\n<p>Im Jahre 1920 war die Gesamtbev\u00f6lkerung von Erzs\u00e9betfalva schon verdoppelt: Hier lebten 30&nbsp;970 Personen. Neben 28&nbsp;781 Ungarn (92,9 %) waren 1&nbsp;254 Deutsche (4 %) und 425 Slowaken (1,4 %).<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Konfessionen sind die Katholiken mit 21&nbsp;781 Personen (70,3 %), die Kalvinisten mit 4&nbsp;430 Personen (14,3 %), die Israeliten mit 2&nbsp;953 Personen (9,5 %) und die Lutheraner mit 1&nbsp;385 Personen (4,5 %).<\/p>\n<p>Im Jahre 1920 betrug die Zahl der Einwohner schon 40&nbsp;545.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Davon waren 38&nbsp;034 Personen (93,8 %) Ungarn, 1&nbsp;517 (3,7 %) Personen Deutsche und 428 Personen (1 %) Slowaken.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Konfessionen sind die Katholiken mit 28&nbsp;502 Personen (70,3 %), Kalvinisten mit 6&nbsp;192 Personen (15,3 %), die Israeliten mit 3&nbsp;293 Personen (8,1 %), Lutheraner mit 1&nbsp;867 Personen (4,6 %).<\/p>\n<p>1930 ist die Gesamtbev\u00f6lkerung 67&nbsp;907 Personen.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> Davon haben 1&nbsp;586 Personen (2,3 %) deutsche, und 506 Personen slowakische Muttersprache (0,74 %).<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Konfessionen sind die Katholiken mit 47&nbsp;015 Personen (69,2 %), die Kalvinisten mit 13&nbsp;266 Personen, die Israeliten mit 4&nbsp;522 Personen (6,6 %).<\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerungszahl von Pesterzs\u00e9bet war 1941 76&nbsp;876 Personen.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a><\/p>\n<p>Muttersprache: Ungarisch: 75&nbsp;501 (98,2%), Deutsch: 801 (1,1%), Slowakisch: 163 (0,2%)<\/p>\n<p>Nationalit\u00e4t: Ungarisch: 75&nbsp;988 (98,8%), Deutsch 358 (0,46%), Slowakisch: 103 (0,13 %)<\/p>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dften Konfessionen sind: Katholiken: 53&nbsp;596 Personen (69,7 %), Kalvinisten: 14&nbsp;089 Personen (18,3 %), Israeliten: 3&nbsp;978 Personen (5,2%), Lutheraner: 3&nbsp;623 Personen (4,7%).<\/p>\n<p>\u00dcber Ungarischkenntnisse verf\u00fcgen 76&nbsp;558 Personen (99,6 %).<\/p>\n<p>Diese war die erste Volksz\u00e4hlung, wo im Vergleich zu den vorigen Daten die Zahl der Personen mit deutscher Muttersprache nicht nur nicht wuchs, sondern sich auf die H\u00e4lfte verringerte. Aus den Ergebnissen der fr\u00fcheren Volksz\u00e4hlungen ist es nat\u00fcrlich auch klar, dass nur die absolute Anzahl der Muttersprachler wuchs, ihr Anteil innerhalb der Gesamtbev\u00f6lkerung wurde immer kleiner. Die Angaben der Volksz\u00e4hlung von 1941 waren wahrscheinlich das Ergebnis der in den 1930er Jahren gipfelnden Assimilationswirkungen.<\/p>\n<p>Die Angaben der Muttersprache und der Nationalit\u00e4t betreffend sind aus den Jahren 1949, 1960, 1970 nicht bekannt, weil diese nach Bezirken nicht bekanntgegeben wurden.<\/p>\n<p>1980 lebten in Budapest insgesamt 2&nbsp;924 Personen deutscher Muttersprache und 1&nbsp;671 Personen deutscher Muttersprache. Im 20. Bezirk der Hauptstadt \u2013 in Pesterzs\u00e9bet und in Soroks\u00e1r zusammen \u2013 wurden 285 Personen deutscher Muttersprache und 231 Personen deutscher Nationalit\u00e4t registriert.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>1990 wurden in Budapest 2&nbsp;887 Personen mit deutscher Muttersprache und 2&nbsp;609 Personen deutscher Nationalit\u00e4t zusammengeschrieben, im 20. Bezirk waren diese Zahlen 140 und 185.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n<p>Bei der letzten Volksz\u00e4hlung, 2001 sind Pesterzs\u00e9bet und Soroks\u00e1r wieder separat angef\u00fchrt; in Pesterzs\u00e9bet sind aus 65&nbsp;295 Einwohnern 217 Personen (0,33 %) deutscher Nationalit\u00e4t, 307 Personen (0,47 %) f\u00fchlten sich zu deutschen Kulturwerten und Traditionen verbunden, 81 Personen (0,12 %) sind deutscher Muttersprache, 232 Personen (0,35 %) benutzen die deutsche Sprache in ihrer Familie oder Freundeskreis.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a><\/p>\n<p>In Soroks\u00e1r sind diese Zahlen aus 20&nbsp;697 Einwohnern 421 f\u00fcr Nationalit\u00e4t, 568 f\u00fcr kulturelle Werte, 76 Muttersprachler und 195 die deutsche Sprache in der Familie oder im Freundeskreis benutzend.<\/p>\n<p>Wenn wir die Angaben aus 1990 mit den Angaben der n\u00e4chsten Volksz\u00e4hlung vergleichen, wird es ersichtlich, dass die Zahl der Personen mit deutscher Muttersprache stagniert, der Anteil der Personen mit deutscher Nationalit\u00e4t vergr\u00f6\u00dferte.<\/p>\n<p>Anhand der Familiennamen kann man folgende Feststellungen der Zahl der in Pesterzs\u00e9bet wohnenden Deutschen machen: In Erzs\u00e9betfalva gab es 1910 anhand des B\u00fcchleins Erzs\u00e9betfalvai \u00datmutat\u00f3 [Erzs\u00e9betfalvaer Anzeiger] 2600-2800 Grundst\u00fcckeigent\u00fcmer mit verschiedenem Namen.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Ca 600 Grundst\u00fccke hatten den einen oder beiden Eigent\u00fcmer mit deutschem Namen (Ehepaare). Das ist rund 20 % aller Grundst\u00fcckeigent\u00fcmer.<\/p>\n<p>Unter den Grundst\u00fcckeigent\u00fcmern mit deutschem Namen sind wahrscheinlich Personen israelitischem Glaubens auch, aber bei 15 % aller Eigent\u00fcmer kann man es annehmen, dass mindestens eine\/r deutscher Herkunft war. Das bedeutet aber keinesfalls, dass ein Sechstel der Gesamtbev\u00f6lkerung Deutsche waren, nur soviel, dass 15 % der Bev\u00f6lkerung mindestens einen deutschst\u00e4mmigen Elternteil hat. Wenn der Mann den deutschklingenden Namen hat, wird es von seinen Kindern weitergetragen, aber ein deutscher Name bedeutet in sich automatisch keine deutsche Identit\u00e4t oder deutsche Muttersprache.<\/p>\n<p>In 176 F\u00e4llen wurden die vollst\u00e4ndigen Namen der Ehepaare, die die Eigent\u00fcmer waren (oder der M\u00e4dchen- und Frauenname des Eigent\u00fcmers, aus dem man den Namen des ins Grundbuch nicht eingetragenen, oder verstorbenen Mannes sehen konnte).<\/p>\n<p>In 74 F\u00e4llen (42 %) hatte der Ehemann einen deutschklingenden Namen, und seine Frau nicht, in 41 F\u00e4llen (23 %) hatte die Frau einen deutschen Namen und der Mann nicht, in 61 F\u00e4llen (35 %) hatten beide einen deutschklingenden Familiennamen.<\/p>\n<p>Man kann es annehmen, dass die obigen Verh\u00e4ltnisse auch den Familien betreffen, wo uns keine Angaben zur Verf\u00fcgung standen (z. B. bei den besitzlosen Mieter). Daraus folgt, dass ca zwei Drittel der Familien eine gemischte Ehe sind. Ein Problem bedeutet, dass man es nicht wei\u00df, dass die Personen mit einem deutschklingenden Namen welcher Muttersprache waren, und ob sie eine deutsche Identit\u00e4t hatten. Wahrscheinlich folgen aber die Eheschlie\u00dfungsgewohnheiten der Personen mit deutscher Muttersprache\/deutscher Identit\u00e4t auch den obigen Verh\u00e4ltnissen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Zusammenfassend kann man behaupten, dass in allen solchen Ehen, wo ein oder beide Elternteile deutscher Muttersprache und Identit\u00e4t war, der Anteil der nicht gemischten Ehen nur ein Drittel war. Die Kinder letzterer Gruppe hatten eine Chance daf\u00fcr, in ihrer Familie die deutsche Sprache zu erlernen. Die Kinder der ersten Gruppe, wo nur ein Elternteil deutscher Herkunft war, waren die Chancen, die deutsche Sprache trotz der ungarischen Umgebung einer mehrere zehntausen Seelen z\u00e4hlenden Stadt in der Familie zu erlernen, gering.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ein deutschsprachiges Wochenblatt in Erzs\u00e9betfalva<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4senz einer bedeutenderen deutschen Minderheit beweist au\u00dfer der in unserem Buch zitierten statistischen Daten (wonach z. B. 1880 die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung in Erzs\u00e9betfalva deutscher Zunge war) die Existenz einer \u00f6rtlichen zweisprachigen Zeitung auch. Unter den sorgf\u00e4ltig zusammengetragenen und bewahrten Dokumenten des Pesterzs\u00e9beter Museums ist eine winzige Spur der bis heute einzigen abonnierten teils deutschsprachigen Wochenzeitung zu finden. Mit Hilfe der in der Sz\u00e9ch\u00e9nyi-Bibliothek befindlichen Mikrofilm-Kopien l\u00e4sst sich der Inhalt und die Geschichte der Zeitung beschreiben.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a><\/p>\n<p>Leider blieb nur der Jahrgang 1896 erhalten, und dieser auch nicht vollst\u00e4ndig, weil am Ende des Jahres einpaar Nummer fehlen. Wahrscheinlich existierte die Zeitung aber 1897 auch, weil der Chefredakteur Kajet\u00e1n Sepir erst 1898 Redakteur der bis 1914 erscheinenden Zeitschrift \u201eKispest-Szent-L\u0151rinczi Lapok\u201d wurde.<\/p>\n<p>Der Kispester Kajet\u00e1n Sepir gr\u00fcndete seine Zeitung im Jahre des ungarischen Milleniums, die ab 5. April 1896 jeden Sonntagunter dem Titel \u201eKispest-Szent-L\u0151rinczer Journal\u201d erschien. In der ersten H\u00e4lfte der Zeitung erschienen die Artikel in ungarischer, in der zweiten in wortw\u00f6rtlichen \u00dcbersetzung in deutscher Sprache. Die Anzeigen waren aber entweder deutsch oder ungarisch.<\/p>\n<p>Ab dem 3. Mai, (die 5. Nummer) umnannte der Chefredateur seine Wochenzeitung \u201egesellschaftlichem und gemischtem Inhaltes\u201d, ab da erschien sie unter dem Titel \u201eSoroks\u00e1r-Erzs\u00e9bet-Kossuthfalvai \u00e9s Kispest-Szent L\u0151rinczi H\u00edrlap und \u201eSoroks\u00e1r-Erzs\u00e9bet-Kossuthfalvaer und Kispest-Szent L\u0151rinczer Journal\u201d. In der Begr\u00fcndung sind die Folgenden zu lesen:<\/p>\n<p>\u201e\u2026 das Kispest-Szent L\u0151rinczer Journal, das sowohl wegen seines Inhalts als auch wegen seines aufrichtigen Stils heute schon unter breiteren Kreisen bekannt ist, und eine beliebte Zeitschrift unserer Gegend wurde, \u00e4ndert ab heute seinen Namen, die Namen der immer enwickelnden Siedlungen Soroks\u00e1r, Ersz\u00e9betfalva und Kosuthfalva auch aufnehmend\u2026\u201d<\/p>\n<p>Danach war in fast allen Nummern zu lesen, dass es zwischen dem Chefredakteur und dem Erzs\u00e9betfalvaer Papierwarenh\u00e4ndler Adolf Neumann, dem lokalen Vertreter des Journals Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse und Meinungsunterschiede gaben. Aus diesen wird uns klar, dass die Verbreitung in Erzs\u00e9betfalva im Anfang stockte (Neumann sollte weder die Liste der Abonnenten noch die eingesammelten Gelder der Redaktion weitergeleitet haben).<\/p>\n<p>Das Thema der Artikel waren die Ereignisse der damaligen aktualen Begebenheiten des allt\u00e4glichen Lebens, so war die Rede am 10. Mai 1896 \u00fcber die Abtrennung von Erzs\u00e9betfalva von Soroks\u00e1r.<\/p>\n<p>Die Namen der Verstorbenen sind auch zu finden, die am 10. Mai in Erzs\u00e9betfalva so lautete: Katalin Gerstelmayer, 3,5 Jahre alt, B\u00e9la Renner, 2 Monate alt, Ter\u00e9zia Szeifert 72 Jahre alt, Jen\u0151 Kov\u00e1cs 2 Jahre alt. Aus dieser Liste kann man sich ein Bild \u00fcber die ethnische Zusammensetzung der damaligen Bev\u00f6lkerung verschaffen: Von den 4 Verstorbenen hatte 3 einen deutschen Namen. Die Namen, die am 31. Mai erschienen: Katalin Ujb\u00e1nyi 6 Monate alt, Ferencz Reich 3 Monate alt, Gy\u00f6rgy Depl\u00e9er 2 Monate alt, K\u00e1roly Fr\u00f6schl 51 Jahre alt in Erzs\u00e9betfalva, Katalin Bialek 6 Monate alt, P\u00e1l Szarka 75 Jahre alt wegen Schlaganfall in Kossuthfalva. Am 30. August hatten unter den 37 Verstorbenen 14 einen deutschen Namen.<\/p>\n<p>Anhand dieser Daten wird es auch klar, dass in Erzs\u00e9betfalva auch im Vergleich zu der Gesamtbev\u00f6lkerung eine bedeuende deutsche Gemeinschaft lebte. Die Tatsache, dass diese zweisprachige Zeitung eine kurze Zeit f\u00e4hig war, zu erscheinen, beweist, dass nicht nur die Abstammung vieler Leute in Pesterzs\u00e9bet deutsch war, sondern, dass viele noch die Sprache ihrer Vorfahren verstanden und auch benutzten.<\/p>\n<p><strong>Der Leichenverein \u201eHeiliger Josef\u201d von Erzs\u00e9bet- und Kossuthfalva<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Der wahrscheinlich einzige, vor 1990 eingetragene, haupts\u00e4chlich deutsche Mitgliedschaft habende Verein war der im Jahre 1887 gegr\u00fcndete Leichenverein \u201eHeiliger Josef\u201d von Erzs\u00e9bet- und Kossuthfalva (Erzs\u00e9bet- \u00e9s Kossuthfalvai Szent J\u00f3zsef Temetkez\u00e9si Egylet). Der Leichenverein war im Kreise der Donauschwaben ziemlich verbreitet, seine T\u00e4tigkeit sah folgenderma\u00dfen aus: Noch als aktiver Mensch trat jemand in den Leichenverein ein, und bis zu seinem Tod zahlt er jeden Monat eine kleine Summe ein, wogegen man vom Verein beerdigt wurde. Ein solcher Verein war auch der Leichenverein von Erzs\u00e9bet- und kossuthfalva.<\/p>\n<p>In der Satzung von 1887 steht, dass jeder Mitglied werden kann, \u201ezwischen 20 und 50 Jahren, ohne konfessionellen Unterschied, wenn er untadelhaftem Charakter und im guten gesundheitlichen Zustand ist.\u201d<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a> Allem Anschein nach war aber die Mehrheit der Mitglieder deutscher Abstammung. Diese Feststellung zu untermauern sollen hier die Liste der W\u00fcrdentr\u00e4ger des Vereins im Jahre 1910 und eine Stelle aus der Satzung angef\u00fchrt werden. Der Vorsitzende war Mih\u00e1ly Bruszt sen., der Vizevorsitzende Ign\u00e1c H\u00f6rcher, der Sekret\u00e4r P\u00e1l Baljer, Kassier Mih\u00e1ly Bruszt jun., Revident J\u00f3zsef Friedl, Revisor J\u00f3zsef polinger, M\u00e1rton Br\u00fcnner, Fahnentr\u00e4ger P\u00e1l Giszler, J\u00e1nos Schwarz. Die Mitglieder des Ausschusses waren Ferenc Rohic, J\u00e1nos Janza, Mih\u00e1ly Szlifka, Ferenc Garai, Ferenc Vagner, Jakab Schv\u00e1b, Istv\u00e1n Nau und Ferenc Schneider. Aus den 17 W\u00fcrdentr\u00e4gern hatten 14 eindeutig deutsche Namen.<\/p>\n<p>Im \u00a7 4. der Satzung steht folgendes: \u201eJedes Mitglied erh\u00e4lt ein vom Vorsitzenden, vom Vizevorsitzenden, vom Kassier und vom Protokollf\u00fchrer unterschriebenes, mit dem Stempel des Vereins versehenes B\u00fcchlein, worin die Satzung in ungarischer und deutscher Sprache gedruckt ist.\u201d \u2013 Im Leben des Vereins, bzw. seiner Mitglieer soll die deutsche Sprache eine wichtige Rolle gespielt haben, wenn die Gr\u00fcndungsmitglieder es f\u00fcr wichtig hielten, das die Rechte und Pflichte beinhaltende B\u00fcchlein zweisprachig auszudrucken und zu verteilen.<\/p>\n<p>1912 wurde die Satzung modifiziert, die Summe der Mitgliedsbeitr\u00e4ge wurden nach 25 Jahren aktualisiert, ausserdem lautete \u00a7 1 folgenderma\u00dfen: \u201eSitz des Vereins ist in Erzs\u00e9betfalva, seine Sprache ist ungarisch.\u201d Ursache daf\u00fcr konnte die vorgeschrittene sprachliche Assimilation, die auf den minimalen Stand verringernde Anzahl der Personen, die kein Ungarisch sprachen, oder der nicht ausgesprochene Druck seitens der ungarischen Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>Der Verein wurde schlie\u00dflich 1936 vom Ministerialrat Gyula Kilb aufgel\u00f6st. In der Begr\u00fcndung steht, dass \u201elaut der Meldung der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde kam es ihm zur Kenntnis, dass der Verein seit 2 Jahren keine T\u00e4tigkeit aus\u00fcbt, davor war seine T\u00e4tigkeit ebenfalls satzungswidrig, warum er seine Aufgaben und Ziele nicht verwirklichen konnte.\u201d<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> MANHERZ 1998, 3.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> BOGYIRKA 2000, 91-92.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> HAMBUCH 1999<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> F\u00d3NAGY 1999, 319.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> EPPEL 1999, 365.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> MOLN\u00c1R 1936, 198.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Derselbe, 197.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Derselbe. 198.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> MOLN\u00c1R 1936, 195.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Zentrales Statistische Amt (KSH), Daten der Volksz\u00e4hlung 1890<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> MOLN\u00c1R 1936, 195.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Zentrales Statistische Amt (KSH), Daten der Volksz\u00e4hlung 1900<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Zentrales Statistische Amt (KSH), Daten der Volksz\u00e4hlung 1910<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Zentrales Statistische Amt (KSH), Daten der Volksz\u00e4hlung 1920<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Zentrales Statistische Amt (KSH), Daten der Volksz\u00e4hlung 1930<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Zentrales Statistische Amt (KSH), Daten der Volksz\u00e4hlung 1941<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Zentrales Statistische Amt (KSH), Daten der Volksz\u00e4hlung 1980, 20. Bezirk<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Zentrales Statistische Amt (KSH), Daten der Volksz\u00e4hlung 1990, 20. Bezirk<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Zentrales Statistische Amt (KSH), Daten der Volksz\u00e4hlung 2001, 20. Bezirk<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> \u00daTMUTAT\u00d3 1910<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Orsz\u00e1gos Sz\u00e9ch\u00e9nyi K\u00f6nyvt\u00e1r, Kispest-Szent L\u0151rinczi H\u00edrlap. 1896. 1. tek. FM3\/1958<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Budapest F\u0151v\u00e1ros Lev\u00e9lt\u00e1ra IV. 1427<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Viktor P\u00f3csik \u2013 J\u00f3zsef Brauer-Benke Ungarndeutsche in Pesterzs\u00e9bet 2006, Budapest) &nbsp; Mit gr\u00f6\u00dfter Wahrscheinlichkeit lebten schon vor der ungarischen Landnahme germanische Volkssplitter im Karpathenbecken, diese spielten aber weder in der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/652"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=652"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/652\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":654,"href":"http:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/652\/revisions\/654"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=652"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}