{"id":28,"date":"2018-06-08T12:06:40","date_gmt":"2018-06-08T10:06:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.celatudatossag.hu\/nnop\/?page_id=28"},"modified":"2018-10-11T12:15:22","modified_gmt":"2018-10-11T10:15:22","slug":"onkormanyzatisag","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.nnop.hu\/de\/onkormanyzat\/onkormanyzatisag\/","title":{"rendered":"Kurzer \u00dcberblick der Geschichte der deutschen Minderheitenselbstverwaltung von Pesterzs\u00e9bet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kurzer \u00dcberblick der Geschichte der <\/strong><strong>deutschen Minderheitenselbstverwaltung von Pesterzs\u00e9bet<\/strong><\/p>\n<p>(Viktor P\u00f3csik \u2013 J\u00f3zsef Brauer-Benke<\/p>\n<p>Ungarndeutsche in Pesterzs\u00e9bet 2006, Budapest)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die deutsche Minderheitenselbstverwaltung von Pesterzs\u00e9bet<\/strong><\/p>\n<p>Mit der M\u00f6glichkeit, deutsche Minderheitnselbstverwaltungen (DMSV) zu gr\u00fcnden lebte man im Jahre 1994 in elf Budapester Bezirken. Damals kam es in Pesterzs\u00e9bet noch nicht zur Entstehung dieses Gremiums, wie in Soroks\u00e1r. Im November 1995 entstanden in Budapest in weiteren acht Bezirken deutsche Minderheitenselbstverwaltungen, auch in Pesterzs\u00e9bet. Der Vorsitzende wurde P\u00e9ter Hertelendi, der Vizevorsitzende G\u00e1bor Thomann, die Mitglieder waren Frau Csepregi, Frau Gabriella F\u00e1bi\u00e1n-Borcs\u00e1nyi und Frau Vilma Sturcz. Die hohe Zahl der an die deutschen Kandidaten gegebenen Stimmen zeigt, dass au\u00dfer der Deutschst\u00e4mmigen \u2013 unter ihnen sicherlich viele, die ihre Muttersprache und Identit\u00e4t schon fast v\u00f6llig verlorene Personen \u2013 viele mit der deutschen Minderheit sympatisierende Ungarn es f\u00fcr wichtig hielten, dass die interessenvertretung der deutschen Minderheit entsteht.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Aufgaben der deutschen Minderheitenselbstverwaltung fasst Gy\u00f6rgy Lauer folgenderma\u00dfen zusammen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDie deutschen Minderheitenselbstverwaltungen in Budapest bedeuten aus vielen Hinsichten eine neue Form der Minderheitenarbeit. In der neuen Situation, \u2026 wo die Deutschen weder Hochdeutsch, noch ihren urspr\u00fcnglichen Dialekt sprechen, \u2026 werden die Mitglieder der Volksgruppe und ihre Leiter vor eine strenge Herausforderung gestellt: In erster Linie geht es darum, ob es gelingt, \u2026 den Fortbestand des Budapester Deutschtums zu sichern.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Die oben geschilderte Situation trifft auch der Pesterzs\u00e9beter Deutschen zu. In dieser Situation organisierte die deutsche Minderheitenselbstverwaltung organisierte als Teil der Unterrichtskonzeption der Budapester Deutschen Selbstverwaltung den deutschen Nationalit\u00e4tenunterricht. Eines der gr\u00f6\u00dften Erfolge der Minderheitenselbstverwaltung von Pesterzs\u00e9bet ist diese Tatsache. Die DMSV gab zeischen 1996 und 2000 ein zweisprachiges, kostenloses Blatt unter dem Titel \u201eA mi \u00fajs\u00e1gunk \u2013 Unsere Zeitung\u201c. Aus finanziellen Gr\u00fcnden wurde die Hearausgabe 2000 eingestellt.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schon in der ersten Zeit erfolgte die Gr\u00fcndung der Vereine des Pesterzs\u00e9beter Deutschtums: Rentnerklub \u201eEdelwei\u00df\u201c, Freundeskreis der deutschen Minderheitenselbstverwaltung, Ratgebergremium \u201eWei\u00dfer Tisch\u201c und Verein des Verbandes f\u00fcr deutsche Traditionspfleger (VVDT).<\/p>\n<p>Nach einigen Jahren kann man heutzutage behaupten, dass der einzige lebensf\u00e4hige Verein der VVDT war, den bis zu ihrem Tod, 2010 Frau Anna Szujer leitete. Der Verein ist weiterhin aktiv. Die wichtigste Zielsetzung des Vereins ist die Wiederbelebung und Pflege der deutschen kulturellen, gesellschaftlichen und kirchlichen Traditionen der Pesterzs\u00e9beter Deutschen. Unter seinen Veranstaltungen sind u. a. Ausfl\u00fcge und die damit verbundene Kontaktaufnahme mit anderen deutschsprachigen Gemeinschaften z. B. in Cegl\u00e9dbercel, \u00dajharty\u00e1n und Berkenye. Der Verein nimmt aktiv an der Abwicklung der Veranstaltungen (\u201eOkt\u00f3berfeszt\u201c, Osternball, usw.) der DMSV teil, au\u00dferdem \u00fcbt er karitative T\u00e4tigkeit aus (Besuch und Schenkung von kleinen Geschenken den Alten und den behinderten Kindern).<\/p>\n<p>2001 wurde der Rentnerclub Sissi innerhalb des VVSTs gegr\u00fcndet. Au\u00dfer den Klubnachmittagen organisieren die Mitgleieder Ausfl\u00fcge in schw\u00e4bische D\u00f6rfer.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die DMSV veranstaltete 2004 bereits das f\u00fcnfte Mal das Rezitationswettbewerb \u201eSissi\u201c, wo man ein Gedicht aus den Werken der K\u00f6nigin Elisabeth und ein deutsches oder ungarndeutsches Gedicht vortr\u00e4gt.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Im Herbst 1998 wurden die folgenden Personen in die DMSV gew\u00e4hlt: P\u00e9ter Hertelendi-H\u00e4rtlein (Vorsitzender), G\u00e1bor Thomann (Vizevorsitzender), Frau Csepregi, Frau Hilda B\u00e9lteczky-Szende und Frau Krisztina Fr\u00f6hlich (Mitglieder).<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Am 6. Mai \u00fcbergab man das Kinderlager in Berkenye, das heute schon nicht mehr im Besitz der DMSV ist.<\/p>\n<p>2001 wurde der Vertrag \u00fcber die Zuammenarbeit zwischen den deutschen Minderheitenselbstverwaltungen von Pesterzs\u00e9bet, Soroks\u00e1r, Dunaharaszti und Taksony, sp\u00e4ter schloss sich auch \u00dajharty\u00e1n an. Ziel des Vertrages ist, Zusammenarbeit in den die Minderheitenselbstverwaltungen im Allgemeinen betreffenden Fragen, gemeinsame Bewerbungen zu schreiben und gegenseitiger Besuch der Veranstaltungen, usw.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Diese regionale Kooperation funktioniert auch unter den Bildungsinstitutionen, die aufgez\u00e4hlten gaben j\u00e4hrlich ein gemeinsames Kalender heraus.<\/p>\n<p>Im Sommer 2001 kam es zur Enth\u00fcllung der auf Kosten der Pesterzs\u00e9beter und Soroks\u00e1rer DMSVen errichteten Statue \u201eGeschwister\u201c von M\u00e1ria Majzik auf dem Gebiet des S\u00fcdbudapester Ferenc-Jahn-Krankenhauses.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Herbst 2002 erhielten die Kandiaten der deutschen Minderheit mehr, als 13 tausend Stimmen (65% aller auf Minderheitenkandidaten abgegebenen Stimmen).<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Zusamensetzung der neuen DMSV war: P\u00e9ter Hertelendi-H\u00e4rtlein (Vorsitzender), G\u00e1bor Thomann (Vizevorsitzender), Frau Krisztina Fr\u00f6hlich, Frau Anik\u00f3 Fekete und Judit B\u00e1rk\u00e1nyi (Mitglieder).<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 2003 gr\u00fcndete die DMSV einen Preis mit dem Namen \u201eSissi kir\u00e1lyn\u00e9\u201c [K\u00f6nigin Sissi], den jedes Jahr ein Gremium oder eine Person erh\u00e4lt, die die Arbeit der DMSV am gr\u00f6\u00dften Ma\u00dfe voranbrachte. Der Preis ging zum ersten Mal, am 20. November 2003 an den B\u00fcrgermeister \u00c1kos Szabados und den Stadtrat.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Seit dem 24. Juni 2004 ist die neue Vorsitzende der DMSV Frau Anik\u00f3 Fekete. Die Vorsitzende versucht solche Veranstaltungen zu organisieren, woran viele teilnehmen k\u00f6nnen, die die Deutschen in Pesterzs\u00e9bet bewegt und ihr Zusammenhalt st\u00e4rkt. Es ist nicht leicht, in einer Stadt mit mehreren zehntausend Einwohnern die zerstreut lebenden, ihre Muttersprache gr\u00f6\u00dftenteils schon verlorenen, aber in ihrer Anzahl noch immer bedeutenden Deutschen anzusprechen \u2013 aber der Tanz und die Musik kennen keine sprachlichen Hindernisse. Das Erfolg der \u201eOkt\u00f3berfeszte\u201c und der Faschingsb\u00e4lle scheint die Richtigkeit dieser Konzeption zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die deutsche Sprache ist nat\u00fcrlich nicht zu vernachl\u00e4ssigen: In den Institutionen mit Nationalit\u00e4tenunterricht erhielten in den vergangenen Jahren mehrere hundert Kinder eine derartige Bildung.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wegen der ver\u00e4nderten rechtlichen Rahmen durften seit 2006 nur diejenige an der Wahl der detschen Selbsverwaltung teilnehmen, die sich in einer Liste als Deutsche registrieren. Es war die Bef\u00fcrchtung, dass wegen den angef\u00fchrten historischen Ereignissen sich nur sehr wenige registrieren wereden. In den zwei Wahlen war aber diese Zahl um 100 und damit hatten die Deutschen den zweiten Platz nach den Roma.&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"short_text\" lang=\"de\"><span class=\"\">&nbsp;<\/span><\/span><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>St\u00e4dtepartnerschaft mit dem 10. Bezirk von Frankfurt a. M.<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<h1>1990 schloss Frankfurt am Main u. a. mit Budapest einen St\u00e4dtepartnerschaftsvertrag, der aber in der Wirklichkeit bis jetzt nicht realisiert wurde.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Im Zustandekommen der Partnerschaft zwischen Pesterzs\u00e9bet und dem 10. Bezirk von Frankfurt spielte oben erw\u00e4hnter Rahmenvertag und begeisterte Pesterzs\u00e9beter Deutsche eine wichtige Rolle. Einige Jahre vor der Ratifizierung dieses Partnerschaftsvertages lernte Frau Anna Szujer, Leiterin des Vereins des Verbandes von deutschen Traditionspflegern nach St\u00e4dtepartnerschaft suchenden Vertretern aus Frankfurt, Dr. Hannelore Otto und Melinda Hammer kennen.<\/h1>\n<h1>Um das Vorhaben realisieren zu k\u00f6nnen, kam 2003 eine kleine Delegation aus Frankfurt zum offiziellen Besuch nach Pesterzs\u00e9bet. Nach den erfolgreichen Verhandlungen besuchte eine Delegation die deutsche Stadt, mitgereist sind L\u00e1szl\u00f3 Komor\u00f3czy \u2013 Vizeb\u00fcrgermeister, Ir\u00e9n Kiss \u2013 Notar, Frau Sztak\u00f3 \u2013 Vizenotar, Frau Anna Szujer und Judit B\u00e1rk\u00e1nyi in der Vertretung der deutschen Minderheitenspelbstverwaltung. Im n\u00e4chsten Monat kam es zum erneuten Besuch der Frankfurter Delegation, \u00c1kos Szabados, B\u00fcrgermeister von Pesterzs\u00e9bet und Max Schmidt, Vorsteher des 10. Bezirkes unterschrieben den Partnerschaftsvertrag. Das erste Ereignis der Partnerschaft war, als die Pesterzs\u00e9beter einen deutschen Gemischtchor empfingen.<\/h1>\n<h1>Die Verwirklichung dieses Partnerschaftsvertrages ist ein sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr die Vermittler- und Br\u00fcckenrolle der Ungarndeutschen zwischen Ungarn und Deutschland. Hoffentlich wird diese Partnerschaft sowohl f\u00fcr Pesterzs\u00e9bet, als auch den Pesterzs\u00e9beter Deutschen Fr\u00fcchte bringen.<\/h1>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Deutscher Nationalit\u00e4tenunterricht in Pesterzs\u00e9bet<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Geschichtlicher \u00dcberblick<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Laut Samu Borovszky begann der Unterricht 1874 in Erzs\u00e9betfalva.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> In diesem Jahr gr\u00fcndete man eine Privatschule mit einem Lehrer. Ab 1878 gab es eine Gemeindeschule ebenfalls mit einem Lehrer, zwei Jahre sp\u00e4ter, 1880 wurde die erste staatliche Elementarschule mit 2 Lehrkr\u00e4ften ge\u00f6ffnet. Danach er\u00f6ffnete ihre Tore im Jahre 1900 die Schule in der Erzs\u00e9bet Stra\u00dfe, und 1903 die Schulen in der Gy\u00e1r Stra\u00dfe und in der K\u00e1lm\u00e1n Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>An der Jahrhundertwende gab es schon vier staatliche Schulen in Erzs\u00e9betfalva. Der Staat finanzierte die neuen Schulen nicht ohne Hintergedanken, das Ziel wurde von Ferenc Hal\u00e1sz eindeutig formuliert, ihn zitiert Borovszky im Folgenden:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eFerenc Hal\u00e1sz zeigt die eindeutige Wirkung der statlichen Schulen auf die Madjarisierung in den Siedlungen mit Nationalit\u00e4tenbev\u00f6lkerung. Die fremdsprachige Bev\u00f6lkerung in den Siedlungen um Budapest assimiliert nur langsam, die Wirkung der staatlichen Schulen wird aber immer st\u00e4rker. In den Siedlungen, wo die staatlichen Schulen schon seit l\u00e4ngerer Zeit vorhanen sind, finden wir ein erfreuliches Bild vor. In den Siedlungen um Budapest, wo der ungarische nationale Unterricht noch nicht Fu\u00df fassen konnte, ist die prim\u00e4re kulturpolitische Aufgabe, dass der Unterricht auf deser Weise gel\u00f6st wird. Heutzutage ist dieses Problem schon gr\u00f6\u00dftenteils gel\u00f6st, aber es gibt noch immer Aufgaben.\u201c<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwischen 1892 und 1908 wurden in Erzs\u00e9betfalva acht staatliche Kinderg\u00e4rten gegr\u00fcndet.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Das Vorhaben des Staates war auch auf diesem Gebiet die Madjarisierung, wie im Falle der Schulen. Wenn es gelingt, einer Minderheit seine Sprache zu berauben, schmilzt diese bald ins Ungarntum und nach kurzer Zeit wird sie spurlos verschwinden. Die bodenst\u00e4ndigen Deutschen in Pesterzs\u00e9bet wurden wahrscheinlich auf die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts sprachlich assimiliert, woran auch die Schulpolitik eine gro\u00dfe Rolle spielen konnte.<\/p>\n<p>1973 geriet der einzige deutsche Klassenzug von Nordungarn nach Pesterzs\u00e9bet, hierher konnten aber wegen mangelnden Sprachkenntnissen Sch\u00fcler aus Pesterzs\u00e9bet kaum aufgenommen werden. Dieser Klassenzug wurde 1990 selbst\u00e4ndig, wohin aber wegen der Verbesserung des Sprachunterrichtes in den Grundschulen, und besonders nach der Einf\u00fchrung der sprachlichen Vorbereitungsklasse immer mehr Kinder aus Pesterzs\u00e9bet aufgenommen wurden.<\/p>\n<p>Nach 1990 fing man an, den Nationalit\u00e4tenunterricht in Pesterzs\u00e9bet zu organisiern. Dabei spielten die folgenden Erw\u00e4gungen eine Rolle:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDa innerhalb des Deutschtums in Ungarn der Sprachverlust gerade unter den in der Hauptsstadt lebenden Deutschen am gr\u00f6\u00dften war \u2013 in der Hauptstadt mit zwei Millionen Einwohnern lepten nur sporadisch in einigen Bezirken gr\u00f6\u00dfere traditionelle deutsche Gemeinschaften, wie z. B. in Soroks\u00e1r, Budafok oder \u00d3buda \u2013, starteten die deutschen Minderheitenselbstverwaltungen in den Bezirken gemeinsam ein deutschsprachiges Unterrichtsprogramm.\u201c<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Schaffung der Nationalit\u00e4tengruppe im Kindergarten und des deutschen Nationalit\u00e4tenunterrichtes in der Grundschule erlangte der damalige Vorsitzende der DMSV, P\u00e9ter Hertelendi unverg\u00e4ngliche Verdienste. 1996 initiierte die DMSV ein Kooperationsabkommen zwischen den Leitern der Institutionen mit Nationalit\u00e4tenunterricht, das u. a. die enge Kooperation, und der gegenseitige Informationsaustausch vorantreiben m\u00f6chte.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Aus den Zielsetzungen konnte man noch nicht alles verwirklichen, es gibt aber auch gute Zeichen daf\u00fcr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Deutscher Nationalit\u00e4tenklassenzug des Lajos-Kossuth-Gymnasiums<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der deutsche Nationalit\u00e4tenklassenzug wurde 1973 ins Lajos-Kossuth-Gymnasium verlegt. In die erste Klasse wurden alle Bewerber aufgenommen, nach vier Jahren legten aber nur 17 Sch\u00fcler das Abitur ab.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Wegen den wenigen Anmeldungen organisierte man schon vom Anfang an Einschulungsreisen, wo die Sch\u00fcler des Nationalit\u00e4tenklassenzuges in den deutschbewohnten Ortschaften ein Programm vorf\u00fchrten, auch auf dieser Weise die neuen Sch\u00fcler anzuwerben. In dieser Zeit waren noch die schlechten Erinnerungen lebendig, und viele wollten ihre Kinder auf keinem Fall in eine deutsche Nationalit\u00e4tenschule schicken.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zuerst hatte man nur aus der Umgebung die Sch\u00fcler, sp\u00e4ter kamen Anmeldungen auch aus den fereneren Teilen des Landes (Donauknie, Umgebung von Dorog, Bakonygebirge, Westungarn) in gr\u00f6\u00dferer Anzahl. Nach einigen Jahren verloren die Einschulungsreisen ihre urspr\u00fcngliche Funktion, da es schon viele Anmeldungen gab, aber die Teilnehmer wurden immer mit unvergesslichen Erlebnissen reicher. Die aufgef\u00fchrten Programme boten auch die M\u00f6glichkeit, dass die einstigen Alltage der Ungarndeutschen (Federschlei\u00dfen, Hochzeit, Taufe, Fasching) von den Sch\u00fclern thematisch bearbeitet und auf die B\u00fchne gebracht werden. Der Chor und die Tanzgruppe der Schule wurden auf dieser Weise sehr ber\u00fchmt.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es wurde eine Tradition, dass man jedes Jahr die Weihnachtsbr\u00e4uche einer Siedlung vorf\u00fchrte. Man veranstaltete auch den Schwabenball, wo ein jeder die Tracht seiner Heimatgemeinde trug.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Besonders am Anfang war es besonders schwer, dass zum Unterricht keine Lehrb\u00fccher zur Verf\u00fcgung standen, wovon man h\u00e4tte unterrichten k\u00f6nnen. Mit der Zeit wurde dieses Problem kleiner, aber im Deutschen Nationalit\u00e4tengymnasium, das der Nachfolger des Klassenzuges ist, ist in einigen F\u00e4chern die Versorgung mit entsprechenden Lehrb\u00fcchern bis zum heutigen Tag nicht gel\u00f6st.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es wurde der Sch\u00fcleraustausch mit Graz in \u00d6sterreich, mit Saarluis und Rotenburg in der BRD ins Leben gerufen. Es half den Sch\u00fclern, einen Teil von \u00d6sterreich, bzw. von Deutschland, das deutsche Schulsystem, usw. kennenzulernen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weil die Anmeldungen immer vermehrten, wurde ab den 1980er Jahren die Aufnahmepr\u00fcfung eingef\u00fchrt. Hier wurden die Deutschst\u00e4mmigen positiv diskriminiert, wenn sie nur ein wenig schlechtere Ergebnisse, als die anderen Kandidaten hatten, aber nach der Aufnahme wurden alle gleich behandelt.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ab 1973 musste man die schwere, bahnbrechende Arbeit im Lajos-Kossuth-Gymnasium l\u00f6sen, wobei die gr\u00f6\u00dften Verdienste Dr. Gyula Schweighoffer, ehemaliger Zisterzienser, Dr. Martin Thomann, der Direktor und Theresia Lunczer, Leiterin des Klassenzuges hatten.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; In der zweiten H\u00e4lfte der 1980er Jahre waren schon so viele gute Kandidaten, dass man auch zwei Klassen h\u00e4tte ausf\u00fcllen k\u00f6nnen, wozu es aber wegen Platzmangel keine M\u00f6glichkeit gab. Am Ende dieses Vorganges er\u00f6ffnete seine T\u00fcren das Deutsche Nationalit\u00e4tengymnasium, das der Nachfolger des deutschen Klassenzuges wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Baross Ovi \u2013 Kindergarten Baross<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Der deutsche Nationalit\u00e4tenklassenzug im 1965 gegr\u00fcndeten Kindergarten in der Baross Stra\u00dfe wurde mit 2 Gruppen 1996 gestartet.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> \u201eDie deutschen Nationalit\u00e4tenklassenz\u00fcge und \u2013 Gruppen resultierten aus bestehendem Bedarf in Pesterzs\u00e9bet, der gleich mit dem Bedarf der P\u00e4dagogen mit entsprechenden Deutschkenntnissen war.\u201c<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Im Kindergarten hatte der spielerische Sprachunterricht auf dem entsprechenden Niveau des Alters eine jahrzehntelange Vergangenheit, so konnte man beim Anfang auf etwas baue.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Am Anfang gab es nur w\u00f6chentlich einmal, sp\u00e4ter w\u00f6chentlich zwei-dreimal deutschsprachige Besch\u00e4ftigungen, heutzutage ist das Verh\u00e4ltnis 50-50%. Die Gruppe wird von einer Nationalit\u00e4tenkinderg\u00e4rtnerin und von einer ungarischen Kindergartenp\u00e4dagogin mit vorhandenen Deutschkenntnissen betreut. Die Kinder sind in vom Lebensalter her gemischten Gruppen, das u. a. auch dabei behilflich ist, dass das Gef\u00fchl der Unsicherheit wegen der bilingualen Umgebung nicht nur von der Kinderg\u00e4rtnerin, sondern auch von den gr\u00f6\u00dferen Kindern gemildert werden kann, und die Kinder k\u00f6nnen einander helfen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das Ziel des Nationalit\u00e4tenunterrichtes ist au\u00dfer den herk\u00f6mmlichen Zielen die Kenntnis der Sprache und der Kultur der Minderheit, die Forschung und Wiederbelebung der Traditionen, die Entstehung einer Nationalit\u00e4tenidentit\u00e4t zu f\u00f6rdern.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Diese Arbeit ist nicht einfach, weil man in den Familien nicht mehr Deutsch spricht, es blieben nur wenige Traditionen erhalten, deshalb bleibt der gr\u00f6\u00dfte Teil der bilingualen Erziehung die Aufgabe des Kindergartens.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Kinder k\u00f6nnen nach einem Jahr im Kindergarten schon Antworten in einem Wort auf die ihnen gestellten Fragen geben. Am Ende der 3 Jahren sind sie auf dem Niveaou des situativen Sprechens.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die deutschen Feste (Nikolaus, Weihnachten, Ostern) werden im Kindergarten auch gefeiert, der Martinstag wird jedes Jahr mit Laternenumzug abgehalten. Die Kinder ernteten mit der Vorf\u00fchrung von Kindert\u00e4nzen, Kreisspielen und Liedern in den vergangenen Jahren gro\u00dfen Beifall bie den verschiedenen Festivals im Bezirk und in der Hauptstadt.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Als Anerkennung der fachlichen Arbeit erhielt Frau Kl\u00e1ra L\u00e1szl\u00f3-Ammer eine Auszichnung im Jahre 2000 vom deutschen Botschafter. Vielen Studentinnen \u2013 angehenden Kindergartenpedagoginnen \u2013 werden von der Westungarischen Universit\u00e4t dieser Kindergarten als Schauplatz ihres Praktikums empfiehlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Deutsches Nationalit\u00e4tengymnasium<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndung eines selbst\u00e4ndigen deutschen Nationalit\u00e4tengymnasiums tauchte in Pesterzs\u00e9bet Ende der 1980er Jahre auf. Die Ursache war, dass trotz der vielen Anmeldungen im Lajos-Kossuth-Gymnasium in einem Jahrgang nur eine Nationalit\u00e4tenklasse gestartet werden konnte. Die Wahl des Geb\u00e4udes (Ser\u00e9ny u. 1.) des neuen Gymnasiums erfolgte aus praktischen Gr\u00fcnden: Die Grundschule, die fr\u00fcher hier war, wurde geschlossen, und so hatte der Bezirk ein freies Geb\u00e4ude. Es befindet sich auf einem g\u00fcnstigen Ort, weil die Schule sowohl mit der Vorortbahn, als auch mit den Fernverkehrsbussen schnell zu erreichen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mit der Organisierung des selbst\u00e4ndigen Gymnasiums wurde dr. Istv\u00e1n Sch\u00e4ffer beauftragt, der bis zum heutigen Tag an der Spitze der Schule steht. Damasl war es keine einfache Aufgabe, die aus dem Kossuth-Gymnasium \u00fcbernommenen P\u00e4dagogen mit neuen zu erg\u00e4nzen und ein einheitliches Lehrerkollegium f\u00fcr die Sicherung der Kontinuit\u00e4t zu schaffen. Schon am Ende des ersten Schuljahres musste man das Abitur mit den Viertkl\u00e4sslern durchf\u00fchren. Es gab kaum entsprechende Lehrb\u00fccher, welcher Zustand teilweise bis heute dauert. Eine Hilfe bedeutet das 2005 in P\u00e9cs gegr\u00fcndete Ungarndeutsche P\u00e4dagogische Institut.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zwischen 1990 und 1998 startete man in allen Jahrg\u00e4ngen zwei Parallelklassen, die schon ab dem ersten Jahr in gro\u00dfer Stundenzahl deutsche Sprache und Literatur, Geschichte, Geographie, Volkskunde und Gesang in deutscher Sprache unterrichtet wurden.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1999 startete man das erste Mal die sprachliche Vorbereitungsklasse f\u00fcr diejenige, die \u00fcber nicht gen\u00fcgende Sprachkenntnisse verf\u00fcgten. Hier wurde neben Mathematik und Ungarisch in 20 Wochenstunden sie deutsche Sprache unterrichtet. Nach der erfolgreichen Absolvierung dieses Jahres konnte man mit dem Stoff der neunten Klasse des Gymnasiums beginnen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; An dem Landeswettbewerb f\u00fcr Mittelsch\u00fcler sind die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler des Gymnasiums im Fach \u201eDeutsch als Nationalit\u00e4tenfach\u201c immer in der Endrunde dabei. An sonstigen Wettbewerben nehmen sie auch erfolgreich teil. Die das Abitur ablegten, verf\u00fcgten automatisch \u00fcber eine deutsche Sprachpr\u00fcfung (Mittelstufe oder Oberstufe). Praktisch alle Abiturienten erhielten das Deutsche Sprachdiplom II auch.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Unbedingt zu erw\u00e4hnen ist die Nationalit\u00e4tenerzihung im Gymnasium, die im Unterschied zu anderen Schulen hier eine wichtige Rolle spielt. Seit 2001 unterrichtet man 4 Jahre lang die Geschichte und die Volkskunde. Hier bietet sich die M\u00f6glichkeit, die Geschichte, Kultur, Sitten und Br\u00e4uche der seit mehreren hundert Jahren hier lebenden deutschen Nationalit\u00e4t vorzustellen und zu bearbeiten.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Schule verf\u00fcgt au\u00dferdem \u00fcber einen deutschen Chor, eine Laientheatergruppe und eine Tanzgruppe sind auch t\u00e4tig. Das Mitmachen in diesen Kulturgruppen ist fakultativ, aber j\u00e4hrlich zweimal \u2013 beim Schwabenball des Gymnasiums und bei dem Klassenauftritt \u2013 zeigt&nbsp; ein jeder zusammen mit seiner Klasse eine Tanzkoreographie und\/oder einige Lieder. Ein Merkmal des Gymnasiums ist, dass bei Feierlichkeiten alle die Trachten anziehen sollen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Weil die Schule in erster Linie ein Nationalit\u00e4tengymnasium ist, wird bei der Aufnahme das doppelte Ma\u00df verwendet. Ein jeder muss die n\u00f6tigen Fertigkeiten und F\u00e4higkeiten haben, im Gymnasium weiterlernen zu d\u00fcrfen, aber Bewerber deutscher Nationalit\u00e4t darf nicht zur\u00fcckgewiesen werden. Die Angeh\u00f6rige der Staatsnation d\u00fcrfen nur auf die leerbleibenden Pl\u00e4tze aufgenommen werden. Obwohl es bei einigen Nationalit\u00e4tngymnasien anderer Minderheiten sowas vorkommt, dass in einer Klasse nur minimale Sch\u00fcler sind, sie geh\u00f6ren aber zur gegebenen Nationalit\u00e4t, denkt Istv\u00e1n Sch\u00e4ffer so, wenn Angeh\u00f6rige der Mehrheit das Abitur hier ablegt, werden aus ihnen den Ungarndeutschen gegen\u00fcber loyale intelligenzler sein. Dies sei beiden Volksgruppen sehr wichtig.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Einige Sch\u00fcler haben die M\u00f6glichkeit, 3 Wochen in einem Schprachlager des Goethe Instituts zu verbringen (gef\u00f6rdert durch die BRD). Am Sch\u00fcleraustausch mit Frankfurt und nderen St\u00e4dten nahmen bis zu 80 % der Sch\u00fcler in einer Klasse teil.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1995 erhielt das Gymnasium ein eigenes Sch\u00fclerwohnheim. 2000 wurde die Mehrzweckhalle \u00fcbergeben, wo man verschiede kulturelle Veranstaltungen, z. B. Theatertreffen veranstalten kann. 2005 wurde das Geb\u00e4ude von au\u00dfen renoviert und die Fenster ausgetauscht.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das Deutsche Nationalit\u00e4tengymnasium spielt eine wichtige Rolle im Unterrichtswesen der S\u00fcdpester Region, so auch im Unterrichtswesen von Pesterzs\u00e9bet. Den hier ans\u00e4ssigen Schwabenkindern ist die M\u00f6glichkeit vor Ort gegeben, hier die Kultur, Geschichte und Sprache kennenzulernen und anzueignen. Nach dem Abitur k\u00f6nnen 90% der Abiturienten an einer Universit\u00e4t oder Hochschule studieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen \u00fcber die heutige Arbeit der Bildungseinrichtungen, sowie die Vorstellung der Institute, die an der Nationalit\u00e4tenbildung beteiligt sind, finden Sie beim Abschnitt \u201eInstituten, Kontakte\u201d auf der Website. <\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> MAYER 1998, 122.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> LAUER 1998, 121.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> KALENDER 2002, 12-13.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> KALENDER 2004, 23.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> KALENDER 2005, 88.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> BORVSZKY 208.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Ders. 212.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Ders. 207.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> MAYER 1998, 122-123.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> JAHRBUCH 1996, 13-14.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> LUNCZER 1998, 213.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> MARTON 2003, 6-7.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> AMMER 2000, 26.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> AMMER 2000, 27.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> BOR\u00d3K 2005, 11.<\/p>\n<p><span id=\"result_box\" class=\"short_text\" lang=\"de\"><span class=\"\">&nbsp;<\/span><\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurzer \u00dcberblick der Geschichte der deutschen Minderheitenselbstverwaltung von Pesterzs\u00e9bet (Viktor P\u00f3csik \u2013 J\u00f3zsef Brauer-Benke Ungarndeutsche in Pesterzs\u00e9bet 2006, Budapest) &nbsp; Die deutsche Minderheitenselbstverwaltung von Pesterzs\u00e9bet Mit der M\u00f6glichkeit, deutsche Minderheitnselbstverwaltungen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":773,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/28"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/28\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":772,"href":"https:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/28\/revisions\/772"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/773"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nnop.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}